Leider müssen wir diese traurige Nachricht weitergeben:

 

 

 

Das "Dr. Carl Wolff" Altenheim feiert ...

 

... 25 Jahre seines Bestehens. Dazu gibt es als "Bonbon" 25 Newsletters, die wunder-schöne Einblicke in das Zusammenleben dort im Haus am Zibinsufer in Hermann- stadt/Sibiu geben. Einen stellen wir hier ein als Kostprobe ...

Newsletter 5:

 

Erste Eindrücke

 

Von der Eröffnung des Altenheimes „Dr. Carl Wolff“ in Hermannstadt hatte man 60 km weit in Mühlbach über Fernsehen und Zeitungen erfahren. Einige Mühlbacher Gemeindemitglieder wollten sich das Heim ansehen, obwohl keine/r die Absicht äußerte, einen Platz dort zu beantragen.

 

Es ging ihnen vor allem um den Vergleich mit dem städtischen Altenheim in Mühlbach, das wie im Kommunismus weitergeführt wurde. Die Bewohner dösten zu viert oder fünft im Zimmer herum, gingen selten in den Hof und zeigten für nichts Interesse. Das Personal war froh, keine Schwierigkeiten zu haben. Falls sich aus Versehen ein Bewohner in die Stadt aufmachte und länger wegblieb, kam etwas Bewegung zustande.

 

Auf der Fahrt im Kleinbus diskutierten die Leute über die Größe des zu besichtigenden Hauses, über das Aussehen des Gebäudes, die Inneneinrichtung usw. Sie meinten, dass Herr Fabini sich sicher etwas Schönes ausgedacht hat. Mein Mann, der damals in Mühlbach Pfarrer war, ließ sie reden und sagte dann in seiner trockenen ruhigen Art: „Lasst euch doch überraschen!“

 

Er traf ins Schwarze: die Überraschung war tatsächlich groß.

 

Schon die Außenmauern in weiß-blau wirkten und winkten ganz freundlich. Man führte uns durch die langen Gänge, wobei ich nach kurzer Zeit nicht mehr wusste, aus welcher Richtung wir losgegangen waren. Eine Bewohnerin erlaubte uns, in ihr Einzelzimmer zu schauen. Und da wir inzwischen auf Auslandsreisen auch in Hotels übernachtet hatten, kam der Vergleich schnell auf. Die Einteilung und Einrichtung entsprach einem Hotelbetrieb, aber mit Schwestern und Pflegern, die durch die Gänge wuselten.

 

Die Mühlbacher kommentierten auf der Heimreise jede Kleinigkeit, konnten nicht genug Bewunderung zeigen.

 

Nun bin ich seit dem 13. Juni 2019 selbst Bewohnerin des Heimes. Die damaligen ersten Eindrücke vertieften sich während der ersten Tage im „Hotel-Restaurant“. Man wird von der Direktorin, der Seelsorgerin, von den Krankenschwestern und den Büroangestellten fürsorglich betreut. Im Gottesdienst und der Bibelstunde ist die Kapelle voll.

 

Die Freizeitangebote wie z.B. viermal in der Woche Kaffeenachmittag, Ergotherapie und Singkreis sorgen für die nötige Abwechslung. Die bunten Blumen im Hof laden zum Spazierengehen ein.

 

Vor lauter Beschäftigung komme ich kaum zum Lesen oder Schreiben, die Nachmittage sind zu kurz.

 

Also bewahrheiten sich meine zweiten „ersten“ Eindrücke. Das Heim war und ist eine gute Bleibe – ein Daheim – für ältere und alte kranke Menschen.

 

Anne Junesch

 

 

 

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